„Naked Truth“

Von Grevy Ausstellung, Kunstraum Grevy! With 0 Kommentare

 

Es wird heiß! Nicht nur, weil im August offiziell Hochsommer ist, sondern auch, weil wir uns im Kunstraum Grevy einem delikaten Thema widmen: „Naked Truth“, also nackte Tatsachen. Elf KünsterInnen präsentieren in unserer Ausstellung ihren unverhüllten Blickwinkel dazu.

Wie immer bei unseren Gruppenausstellungen haben unsere Mitglieder und Gastkünstler vielerlei Perspektiven und Ansätze in ihre Arbeiten einfließen lassen.

Selbstredend wird bei diesem Thema viel nackte Haut zu sehen sein. Doch die Auseinandersetzung mit dem Thema geht deutlich weiter und ist äußerst vielschichtig.

„Nackte Wahrheit“ bedeutet auch, Missstände oder eigene Unzulänglichkeiten schonungslos offenzulegen.

Freuen Sie sich auf eine Ausstellung von Erotik bis Porno, von fromm bis Sünde, von Offensichtlichem und Bloßgestelltem. Stellen Sie sich, wenn Sie mögen, Ihrer eigenen „Naked Truth“.

 

Agnete Sabbagh | Alo Schmitz | Carla Zockoll | Christian Schmidt | Georg Schnitzler | Katja Kempe | Maria Rohr | Nanouk Nu | Norberto Luis Romero | Renate Geiter | Susanne Pareike | susebee | Thomas Dahl


Termine

Vernissage   7. August      19 - 21 Uhr

Lesung          14. August    19 - 20 Uhr

Finissage      28. August    19 - 21 Uhr

 


Öffnungszeiten

Donnerstags bis freitags             15 bis 19 Uhr

Samstags     12 bis 16 Uhr

Weitere Öffnungszeiten finden Sie auf unserer Webseite. Gerne machen wir auch einen individuellen Termin mit Ihnen aus.

 

 


Aktuelle Hygieneregeln

·         Bitte halten Sie mindestens 2 Meter Abstand

·         Maskenpflicht in der Galerie

·         Maximal 20 Personen gleichzeitig in der Galerie

·         Bitte Registrieren Sie sich am Eingang (Formular oder Online)

·         Bitte achten Sie auf Handhygiene

 

 

 


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Das Thema „Naked Truth“ im weiteren Sinne: Enthüllung und Verhüllung der nackten Wahrheit; der philosophischen Fragestellung folgend, was sichtbar ist oder gemacht wird und was auf einer anderen Erkenntnisebene funktioniert. Dazu reiche ich eine Gruppe von drei Arbeiten ein.

 


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Der kölner Künstler Alo Schmitz aus Klettenberg katapultiert den Betrachter mit seinen Acryl-Collage-Gemälden mitten in die fünfziger Jahre.

Diese kurze Zeitreise wirkt lebendig erfrischend,macht aber auch nachdenklich und regt zur Diskussion an.

 


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Carla Zockoll inszeniert die Fragestellung nach der „nackten Wahrheit“ ironisch, philosophisch und mit einem Augenzwinkern.

Die, auf den ersten Blick, oft ein-eindeutigen und humoristisch anmutenden Text-/Bildbotschaften ihrer Arbeiten, schwingen in der Auseinandersetzung auf eine ganz eigene Weise persönlich und emotional nach.

 


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Die Verkleidung fallen lassen, enthüllt werden- die nackte Wahrheit zeigt sich. Befreit und durchlässig geworden kann sich nun Leib und Seele  das göttliche Mysterium unter die Haut gehen lassen.

 

 


[[{"fid":"4293","view_mode":"preview","fields":{"format":"preview","field_file_image_alt_text[und][0][value]":"Georg Schnitzler","field_file_image_title_text[und][0][value]":"Georg Schnitzler"},"link_text":null,"type":"media","field_deltas":{"5":{"format":"preview","field_file_image_alt_text[und][0][value]":"Georg Schnitzler","field_file_image_title_text[und][0][value]":"Georg Schnitzler"}},"attributes":{"alt":"Georg Schnitzler","title":"Georg Schnitzler","class":"media-element file-preview","data-delta":"5"}}]]Georg Schnitzler

Angeregt von Personen, die ihm auffallen, aber weit weg vom Porträtieren, versucht Schnitzler, das Zuständliche der Person bis in ihr Innerstes durch das Medium der äußeren Erscheinung zu erfassen und so sichtbar zu machen. Es geht ihm um die Ausdruckskraft des Dargestellten. Und das Dargestellte ist nicht allein die Person, ihre Haltung oder ihr Bewegungsgestus, sondern zugleich auch das Mit- oder vielleicht Gegeneinander von Farben, Flächen und Linien auf der Leinwand. Die Figuren werden zum Vehikel eines Prozesses, der über die malerischen Mittel enthüllt. 

(Kunsthistorikerin Dr. Barbara Zelinsky)

 


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Nackten Wahrheiten. Dieses Thema umfasst viele Aspekte nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch auf der wortwörtlichen, auf der körperlichen Ebene. So geht es in der Ausstellung sowohl um Erotik und Sinnlichkeit, um Sex und Provokation aber auch um die Auseinandersetzung mit Handicaps wie fehlende Körperteile bzw. Verletzungen. Es geht bei den gezeigten Werken nicht um Voyeurismus, sondern um die ganz eigene Art der Auseinandersetzung der Künstler mit dem Thema NAKED TRUTH.

Maria Rohr zeigt zarte, versehrte Frauen, die trotz ihrer Verletzung Sinnlichkeit und Zuversicht ausstrahlen.

 


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Nackt bedeutet unbekleidet, ohne Schutz und unverstellt. Nichts bleibt verborgen. Geheimstes kehrt sich nach außen. In einer Welt nahezu ohne Tabus ist die weibliche Selbstbefriedigung, die private, selbstbestimmte Lust, ein no-go- Thema und deshalb so spannend und so passend.

In den Bildern tritt aber weniger der pornografische Blick in den Vordergrund, vielmehr ist es die Schönheit der Flächen und Falten in Bezug, so dass ein weiches Farbenspiel entsteht, ähnlich einer Landschaft, die zum Verweilen einlädt. So ist die tabuisierte „nackte“ Situation eigentlich gar nicht mehr so „nackt“, eher ist sie in Weichheit aufgelöst.

 


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naked truth/faltenwurf


die falte ist ein wellenwurf dessen, was sich verbirgt, ist innen und außen, oben und unten, alles und teil.

sie legt das sichtbare in eine unscheinbare mannigfaltigkeit zusammen. die schönheit ist der gefaltete schleier, die körnung der haut, die gewellte oberfläche. sie ist das alter der geburt, die gebürtigkeit des alters, die schönheit und das alter sind in wirklichkeit ineinander verwoben.

Thomas Dahl

„Kleebaumnacht ... und andere Variationen der Dunkelheit“ Analog- und Online-Lesung Thomas Dahl

 

 


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Ausstellung im Kunstraum
Dienstag, 28. Juli 2020