abwesend

Von Grevy Kunstraum Grevy!, geplante Ausstellung With 0 Kommentare
Photoszene 2019

Im Rahmen der Photoszene 2019 zeigen sechs Künstler der Kunstplattform Grevy ihre Arbeiten im gleichnamigen Kunstraum in der Kölner Südstadt.

Der Titel der Ausstellung ist „abwesend“. Es stellt sich die Frage, um die Präsentation welcher Abwesenheiten es sich jeweils handelt: Von Körperlichkeit? Von Gewohnheiten? Von Zuständen? Von Gefühlen? Von Eindeutigkeit?

Erkennbar wird eine Ahnung von gewesener oder möglicher Präsenz.

Die Ausstellung eröffnet am 4. Mai und läuft bis zum 12. Mai 2019.

Öffnungszeiten

Samstag 4. Mai 18-21 Uhr

Mittwoch 8. Mai 15-20 Uhr

Donnerstag 9. Mai 15-20 Uhr

Freitag 10. Mai 15-21 Uhr

Samstag 11. Mai 11-19 Uhr

Sonntag 12. Mai 11-19 Uhr

und nach Vereinbarung. - Kontakt: Arnd Schäfer, schaefer@grevy.org, 0172/73 20 515.

Steffen Schmoll

Menschenleere Bahnhöfe, menschenleere Bahnen. Ein ungewohntes Bild in unserer bewegten Zeit. Menschen sind immer unterwegs, irgendwo zwischen den Welten, auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause, zur Schule, zu Freizeitaktivitäten, in den Urlaub. Körperlich und mental. Die Seele kommt kaum nach. Wenn er an einem Ort ist, ist er es an einem anderen nicht. Insbesondere in den Städten sind die Transportmittel und -wege oft überfüllt. Diese Orte dann in Stille zu erleben regt zum Nachdenken an.

Katja Kempe

Katja Kempe zeigt schwarz weiss Fotos in extremer Vergrößerung.

Die Aufnahmen sind von ca. 1970. Der zufällige Schnappschuss erweist sich als das einzige Bild der tatsächlichen Eltern der Künstlerin. Die Momentaufnahme des Nachttisches der Mutter als eine intime Erinnerung an die schon im jugendlichen Alter verlorene Mutter. Alle Bilder sind auf eine unerwartete Weise intim.

Katja Kempe lässt die private Geschichte auf einmal sehr aktuell und im Vordergrund erscheinen.

Norbert Goerzt

Die Fotos von Norbert Goertz entstanden zwischen 2015-2018 in der Kölner Innenstadt, die sich zur Karnevalszeit jedes Mal verwandelt. Die Motive des Künstlers sind nun aber nicht die Feiernden in den Straßen der Domstadt, sondern die mit OSB-Platten verbarrikadierten Geschäfte und Cafés der Einkaufsstraßen. Wie vor einem Sturm schützen so die Eigentümer ihren Besitz. Die Fotos zeigen die skurrile Situation einer menschleeren Stadt im Ausnahmezustand.

In der Stadt, Einkaufsstraße, Geisterstadt, unbelebt, verbarrikadiert, OSB Platten, Schutz, Abwesende Läden, Karneval

susebee

susebee´s Arbeiten zum Thema ´abwesend` zeigen anhand von schwarz\weiß-Porträts, zu Bildpaaren zusammengefügt, den Zustand innerer Abwesenheit\

verloren in Gedanken und auch die Ahnung von Verlorenheit im Sinne von Unverbundenheit..

Eine eigenartige Verbindung entsteht zwischen den Porträts, ein spür- und wahrnehmbarer `leerer Raum`aus Fehlendem und Ersehntem..

Trash/Treasure

Schon immer habe ich an Themen oder Projekten gearbeitet. Das ist meine Art Dinge in ihrer Komplexität zu sehen. Es war mir auch immer unwichtig in welchem künstlerischen Medium ich meine Ideen nach innen oder nach außen transportiert habe, Photographie, Malerei, Installation etc… 

So auch bei dieser Serie, die sich irgendwo zwischen real, traumartig, reduziert oder malerisch einsiedelt, zumindest für mich. Wer kann schon sagen, was lebt und was nicht, wenn man Schaufenster Puppen sieht? Natürlich ist es leichter zu sagen, wenn die Schaufenster Puppen in den Schaufenstern stehen und das tun, was sie sollen: das Leben nachahmen. Doch was ist, wenn sie diese erwarteten Stelle verlassen, nämlich die Schaufenster, und wo anderes sich positionieren. Wann wird es unentscheidbar, ob Leben drin ist oder nicht.

Die Serie ‚they live‘ beschäftigt sich mit der Frage von Präsenz oder Absenz der Lebendigkeit. Ein bisschen ‚Pygmalionisch‘, vielleicht. Vielleicht liegt es an jedem von uns für sich zu entscheiden, was oder wer lebendig ist oder auch lebendig werden kann.

Trash/Treasure

Gesa Kieselmann-Fricke

ABWESENHEIT

Abwesenheit der Materie. Frei als reine Idee. 

Abwesenheit von Farbe und Form und doch zu greifen für einen flüchtigen Moment.

Als Ur-Sache die Bewegung, fügt sich das Nicht-Trennbare zusammen.

Die Kommunikation an sich ist widerspruchsfrei. 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 15. März 2019