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Werke von Eva Löffelholz

Mir immer wieder auf die Schliche kommen. Das heißt, hey ich will mich selber überraschen. Wenn ich in einer Pinselabfolge bin die sehr logisch erscheint, Bildgesetze anwendend, erschaffe ich mir einen Ausgang in dem ich etwas unlogisches einbaue. Das heißt ich erfinde einen neuen Raum, eine fremde Farbe, etwas Radikales, auch etwas Zerstörendes. Dann wieder ruhe ich mich aus, indem ich einen Rhythmus erfinde, ein Muster, etwas sich Wiederholendes zur Beruhigung. Ich muss meine Intuition durchschütteln, darf vergessen allzu Erlaubtes zu malen. Und dann, wenn logisches, wunderbar erfahrene, in der Natur gefundene, Strukturen auf der Leinwand angekommen sind, durchdrungen von Farben, die oft aus der momentanen Freude erwachsen und einige Bildgesetze sich verabschiedet haben, bleibt ein letzter Akt; wann ist es ein Bild? Da gehen dann ein paar Tage des Lassens und Reifens dahin und oft bedarf es einem neuen Wagnis, letzte Übermalungen und Betonungen.
Anzahl der Kunstwerke 9

 

Eva Löffelholz

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Über den Künstler

Die inneren Beziehungen der Wirklichkeit

Zu den Bildern von Eva Löffelholz

von Jürgen Fahlbusch (Auszug)



… Die Bilder von Eva Löffelholz zeigen, dass die Wirklichkeit

komplexer als jede ihrer objektivierten Formen ist und oftmals

außerhalb unserer Wahrnehmung liegt, diese aber dennoch zu

berühren vermag.

 

Indem die Dinge aus dem Ensemble der sie für unser

Alltagsbewusstsein definierenden Formen gelöst werden,

treten sie gewissermaßen aus der Reihe der Fakten des Lebens

(Sklovskij) heraus und außerhalb jeder auch technischen ­

Notwendigkeit auf uns zu.

 

Es ist dieses intuitive Bewegungsschema in den Bildern von

Eva Löffelholz, das nicht nur das Portrait, das Stilleben, den

Akt oder die Landschaft aus ihren radialen, geometrischen und

Perspektivischen Determinanten freizusetzen vermag, sondern

auch den Blick selbst.

Die Bilder machen dabei nicht sichtbar, was unsichtbar wäre,

sondern die Oberfläche der Welt transparent.

 

Viel weniger abstrakt oder entfremdet als eine existenzielle

Methode der Darstellung, halten die Bilder die Wahrnehmung

für eine Bewegung offen, die weit über das gestische Farbnetz

ihrer Arbeiten hinausweist. Wohin? In einen Raum jedenfalls,

in dem die Zeit keine gerade Linie mehr bildet. …

 

 

Vita

Eva Löffelholz, Jg. 1964 in Frankfurt am Main

Grafik Design Studium Krefeld + Kassel, Malerei bei Robert Pinsdorf, Kunsttherapie,

Künstlerische Leitung der Kölner Spielewerkstatt e.V., Gründerin der Malschule „MALRAUM im Luftschiff“, (ehemals „Nippes“), Mitglied im Frauenmuseum Bonn, Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1983,

Lebt und arbeitet in Köln