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Werke von Hans Holler-Thibaut

Ein Kunstwerk ist eine Art Konstrukt zwischen einem Künstler und einem Konsumenten, bei dem beide nicht verraten sollten, auf was sie sich da gerade eingelassen haben – ein interessantes Spiel also, in dem der Kosmos sich ausdehnt.
Anzahl der Kunstwerke 15

 

Hans Holler-Thibaut

Ausbildung

Diplom Sozialarbeiter

Aktuelles

    •  Kipppunkte 19.01.2022 - 13:28
    Gruppen-Ausstellung im Februar 2022

    Unterwegs zum point of no return?

    •  Hans Holler-Thibaut 28.12.2021 - 03:03

    Das Ding
    („… zu den Sache“ Edmund Husserl)

Über den Künstler

Es ist schon einige Jahre her. Ich entdeckte das Poster eines amerikanischen Künstlers in der Küche einer Berliner Wohngemeinschaft. Es zeigte einen Cowboy auf einem Pferd, im Hintergrund eine Landschaft mit Himmel. Das Foto erinnerte mich an die Marlboro-Reklame aus den 90er Jahren, aber im Gegensatz zu den Bildern von Warhol fehlte die Marke. Der Künstler hieß Richard Prince. Wie oft in solchen Fällen wusste ich zuerst nicht, warum dieses Bild mein Interesse weckte. Ich glaube, es war die Art, wie sich jemand auf eine wenig eitle und gleichzeitig seriöse Weise auf das Wesentliche konzentriert. Ich hatte den Eindruck, hier kokettiert einer nicht mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen. Hier ging es jemandem nur darum, etwas darzustellen, auch um den Preis, dass es als billige Kopie aufgefasst werden konnte. Hier spielte einer mit frischen ästhetischen Bedürfnissen, ohne darin gleich eine Konsumkritik, wie beispielsweise bei Klaus Staecks Camel-Reklame, unterzubringen. Ein Mann auf einem Pferd ist ein Mann auf einem Pferd. Jeder kann sich eine Meinung dazu bilden. Ich sammelte Informationen über den Künstler und erfuhr, dass er sich die Bilder anderer Künstler aneignet (appropriation), indem er sie abfotografiert, oft mit seinem Smartphone. Auf diese Art schafft er eigene Kunstwerke, ohne sich selbst oder seine handwerklichen Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen, Fähigkeiten, die letztendlich nur Mittel zum Zweck sind. Der künstlerische Akt ist die Aneignung. Mich begeisterte dieser unvoreingenommene Umgang mit gestalterischen Mitteln, frei von jeglicher Absicht, dem Betrachter beweisen zu müssen, dass man etwas kann. Frei von einer aufdringlichen Botschaft.

 

 

Vita

Anfang 2000 gründeten ein Kollege und ich die Gruppe Fleck. Ich hatte mein Studium der Sozialarbeit gerade beendet und konzentrierte mich auf die Arbeit mit psychisch behinderten Menschen.
Wir hatten die Idee, unseren Klienten, die Möglichkeit zu geben, ihre Kreativität einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Obwohl unsere Klienten zum Teil über nur begrenzte technische Möglichkeiten verfügten, kamen interessante und beeindruckende Arbeiten zustande.
Ich erinnerte mich an die Zeit in meiner Jugend, in der ich viel gemalt hatte. Ich probierte damals alles Mögliche aus, malte auch unter dem Einfluss von LSD.
Ich fing an wieder selbst Kunst zu produzieren, stellte in der Stadtbücherei aus, in Restaurants und Kneipen.
Ich bekam Kinder und legte eine Kreative Pause ein.
Meine Kinder wurden groß – Zeit, mich meiner alten Leidenschaft wieder zu widmen, die schon in meiner Kindheit begonnen hatte, als ich alles malte, was ich haben wollte.
2021 lernte ich durch eine Freundin die Galerie Grevy kennen und trat dem Kunstraum bei.

 

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