Present to my Mind

Ausstellung vom 31. August bis 15. September

Zur Vernissage am 31. August 2018 laden wir
Sie herzlich ab 18-21 Uhr ein.

Die Landschaft ist seit einigen Jahren das Bildthema
der Malerin Ursula Krenzler.
Die dargestellten Landschaften und Ausschnitte von
Naturräumen sind in expressiver Technik mit deutlich
erkennbarem Pinselduktus gemalt oder haben
samtartig scheinende Oberflächen; Lichtwirkung
und Luftphänomene, die Verschmelzung von
Licht und Farbe, machen die Grundstimmung der
Landschaftsbilder aus.
Inspiriert durch Reisen, aber auch durch erlebte
Orte in der Kindheit, die sich unwiderruflich
eingeprägt haben, zeigt sich hier die Landschaft als
erinnerter Raum mit seiner Atmosphäre und seiner
Einmaligkeit.

 

Reguläre Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. 11-17 Uhr und nach Vereinbarung

Künstlerin anwesend
Fr. 31. Aug. 18-21 Uhr
Sa. 1. Sep. 16-20 Uhr
So. 2. Sep. 15-18 Uhr
Mi. 5. Sep. 18-20 Uhr
Fr. 14. Sep. 18-20 Uhr

Finissage
Sa. 15. Sep. 19-21 Uhr
und nach Vereinbarung.

Ursula Krenzler

Zur Ausstellung

Erinnerte Landschaften

Landschaftsbilder haben uns immer schon in ihren Bann gezogen; sie lassen den Blick schweifen durch einen Raum, dessen ästhetischer Anblick uns fasziniert, den wir stimmungsvoll erleben und in dem wir träumen können.

Die reine Naturdarstellung etabliert sich in der Zeit der klassischen Malerei zwischen Ideallandschaft und naturalistischem Abbild, während die Romantik anstelle des disegno das Malerische und Koloristische betont. Hieran knüpft die Moderne an: Abgewandt von  akademischer Strenge fängt das Bild das Stimmungshafte einer Landschaft in lockerer Pinselführung und skizzenhafter Malweise ein. Mehr als in irgendeinem anderen Genre lässt sich so die Augenblickserscheinung im Atmosphärischen von Luft, Wasser und Vegetation als Wechsel von hellen Farben, von Licht und Schatten wiedergeben.

Werden im Impressionismus Wahrnehmungsphänomene der natürlichen Umgebung unmittelbar nach und in der Natur gemalt, zeigen expressionistische Bilder das innere Erleben und gestalten den Außenraum mit kräftigen Farben und subjektiven Ausdrucksformen. Ob surreal verfremdet, phantastisch inszeniert oder abstrakt reduziert, das Landschaftsbild bleibt ein beliebtes Genre. Auch in der Postmoderne ist es Gegenstand der Malerei und der neuen Medien; Wechselbeziehungen wie in fotorealistischer Malerei oder in abstrahierter Landschaftsfotografie beweisen gegenseitige stilistische Einflussnahmen.

Ursula Krenzler gestaltet in ihren großformatigen Acrylbildern Naturerlebnisse und Inspirationen von Aufnahmen verschiedener Landschaftstypen. Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich der Natur sehr verbunden und genießt es bis heute, auf Reisen durch möglichst unbesiedelte Gegenden zu wandern. 2014 beginnt sie mit ihrer Serie Erinnerte Landschaften, die zum Hauptthema ihrer Malerei wird. Hier entwickelt sie eine stilistische Vielfalt zwischen pastos-expressiver Maltechnik und nuanciert-malerischer Gestaltung, zwischen Sichtbarmachung und Abstrahierung von erinnerten Natureindrücken.

Elie, ein Bild in expressiver Farbigkeit, wirkt fast flächig-abstrakt. Breite Pinselstriche sind deutlich erkennbar und strukturieren die Fläche in Ebenen und Elemente vibrierender Lebendigkeit. Mimetisch erscheint nur die Grünzone auf der linken Bildhälfte, die sich in einer Wasseroberfläche zu spiegeln scheint. Wellenlinien am unteren Bildrand bekräftigen den Eindruck von Wald und Wasser, in flimmerndem Licht und dunstiger Atmosphäre. Die Darstellung ist kein Abbild einer realen Raumsituation, sondern eine imaginäre Vorstellung, die die Malerin ohne Studie oder Vorzeichnung auf die Leinwand bringt.

Ob reine Imagination oder Inspiration von einer Fotografie oder einem Naturerlebnis – die gemalte Landschaft ist die Umsetzung eines mentalen Bildes. Typisch für diese Serie sind Raumkompositionen mit Mittel- und Hintergrund, die auf Details oder einen konkreten Standpunkt verzichten und eher eine allozentrisch-ganzhafte Perspektive einnehmen. Die Illusion einer generalisierten Raumvorstellung wird mit maltechnischen Mitteln erzeugt: Subtil verschmelzen optisch Überlagerungen verschiedener Farblasuren und transparente Durchblicke; Schichten werden aufgetragen, überdeckt, abgeschabt, verwischt.

In der Himmelszone von White Peak, England suggerieren verwischte Farbspuren Niederschlag am Horizont, der von einem weichen Höhenzug gebildet wird. Das Bild gehört zur Serie idyllischer Weidelandschaften, die einen offenen Raum mit grenzenlos scheinenden Ebenen frischen Grüns aufbauen. Hier lädt ein mittiger Weg zum Wandern ein, zwischen üppigen Wiesen bis hin zur fernen Hügelzone. Stärker als beim Landschaftspanorama konzentrieren die quadratischen Formate die Szenen, die als in sich ruhende Einheit erscheinen.

Ob Weide-, Wald- oder Wasserlandschaft, Ursula Krenzler kreiert in ihren Bildern Wunschorte der Entspannung und Geborgenheit, die an paradiesische Ursprünglichkeit erinnern, in der wir mit der Natur verschmelzen können.

Dr. Marina Linares, Kunsthistorikerin

Hier finden Sie uns:

Rolandstraße 69
(Hinterhaus Gebäude RED)
50677 Köln

Kunstraum Grevy

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